Hardys Bikerwelt
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Tagebuch meiner Motorradtour quer durch Schottland und Irland - 2018

Am Dienstag, den 12.06.2018 starte ich gemeinsam mit meinem Mitfahrer Reinhard zu meiner Motorradtour quer durch Schottland und Irland.

Im Verlauf meiner Tour werde ich aktuell meine Erlebnisse des jeweiligen Tages festhalten.
 

Ich freue mich, dass Ihr mich begleitet und dabei natürlich insbesondere auch auf

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  • Gerne könnt Ihr auch direkt Kontakt zu mir aufnehmen.

 

Dienstag, 12. Juni 2018 Pfungstadt zur Fähre Rotterdam - Kingston upon Hall

 

Heute startete ich meine Jahrestour mit der Fahrt zur Fähre. Unterwegs traf ich mich in Dinslaken mit meinem Mitfahrer Reinhard. Gemeinsam werden wir sicherlich die schöne Zeit in Schottland und Irland "erfahren" und genießen.

Die Strecke bis zur Fähre in Rotterdam (543 km) war mit Staus gepickt, aber Motorradfahrer finden halt (fast) immer einen Weg da hindurch zu kommen. An der Fähre angekommen, konnten wir auch sofort auffahren – sehr angenehm. So hatten wir noch fast 3 Stunden im Hafen, um zu duschen, zu Abend zu essen und ein oder zwei Bier zu trinken……

 

 

Mittwoch, 13. Juni 2018 Kingston upon Hall bis Jedburgh – 391 Km

 

Nach einem guten Frühstück auf der Fähre ging es Richtung Tan Hill im Yorkshire Dales Nationalpark. Zunächst mussten wir uns auch hier durch die Staus in Hall winden, um Richtung Norden fahren zu können. Von der A1 in Bedale abgebogen, geht es in die Berge des Nationalparks. Zunächst durchfahren wir ein riesiges Panzerübungsgebiet der Streitkräfte, um schließlich zum Tan Hill zu gelangen – dort ist der höchst gelegenste Pub von England zu besuchen. Nach einem englischen Tee, den wir im Pub vom einem etwas griesgrämigen „Hüttenwirt“ serviert bekommen, geht es weiter nach Gretna Green. Reinhard schaut sich die „Schmiede“ mit den dortigen „Heiratseinrichtungen“ an und ich „bewache“ freiwillig die beiden Motorräder. Nach einer Pause geht es entlang der Schottisch/Englischen Grenze nach Jedburgh, wo wir uns in einem Hotel eingebucht haben. Heute Abend wird dann erst einmal ein gutes Steak gegessen!!!

Morgen geht es weiter in Richtung Edinburgh.

 

 

Donnerstag, 14. Juni 2018 Jedburgh bis Edinburgh – 201 Km

 

In Jedburgh gestartet, fuhren wir zunächst Richtung Norden – zur Dryburgh Abbey, eine Klosteranlage aus dem 12. Jahrhundert, die im Mittelalter dreimal zerstört wurde und jetzt als Ruine zu besichtigen ist. In den Ruinen liegt auch Sir Walter Scott an der Schleife des Flusses Tweed begraben.

Die komplette Nacht hat es geregnet und ein Sturm in Orkanstärke fegt immer noch über das Land. Bäume sind entwurzelt und viele Äste liegen unterwegs auf der Straße – man muss heftig aufpassen, dass man nicht in einen großen Ast oder gar umgestürzten Baum fährt. Auf dem weiteren Weg, für ein kurzes Stück wieder Richtung Westen, um dann endgültig nach Norden, Richtung Edinburgh, kommen wir am Grey Mare's Tail Wasserfall vorbei. Wenn denn die Sonne scheinen würde und der Sturm nicht wäre, hätten wir glatt angehalten. So sind wir ohne Halten weitergefahren und stoppen lieber für eine heiße Schokolade im nächsten Ort.

Frisch gestärkt geht es nun Richtung Norden. Wir besuchen noch die Rosslyn Chapel südlich vor Edinburgh und schauen diese uns außen an. Die Kapelle wurde 1446 erbaut und besitzt eine tolle Architektur.

Im Hotel in Edinburgh angekommen, machen wir uns frisch und gehen auch gleich ins Stadtzentrum. Hier habe ich dann später das bisher größte Steak meines Lebens gegessen – ich habe echt nicht alles geschafft!!!

 

 

Freitag, 15. Juni 2018 Edinburgh – 0 Km

 

Wir haben früh „fürstlich“ gefrühstückt und sind gleich darauf zu unserer Stadtbesichtigung „per Schusters Rappen“ aufgebrochen. Hat man ein so gutes traditionelles englisches Frühstück, benötigt man absolut kein Mittagessen am Tag.

 

Wir besichtigten zunächst das Edinburgh-Castle. So einen Menschenauflauf hatte ich zuletzt während eines Einsatzes zu einer Großdemo erlebt. Wir reihten uns in die Schlange ein und die Menschenmasse zog uns mit sich sich in die Burg hinein. Nach Entrichten von 15 Pfund (als „Senior“ hat man in GB mehr Vorteile und Preisnachlässe, als in Deutschland) wurden wir weiter in die Burg hinein „geschoben“. Auf der riesigen Esplanade vor der Burg wurden bereits wieder die Tribünen für das demnächst stattfindende Military Tattoo aufgebaut.

Das Castle liegt hoch über der Stadt auf einem Berg vulkanischen Ursprungs. Die Burg an sich lässt sich im Ursprung nicht datieren, wurde aber immer wieder ausgebaut und war der Sitz der Schottischen Könige. Wir konnten uns in der Burg vieles anschauen - bis auf die Kronjuwelen. Vor dem Palast, in dem die Krone aufbewahrt wird, hatte sich eine so große Besucherschlange gebildet, in die wir uns besten Willens nicht einreihen wollten. Es hätte Stunden gedauert, um in das Gebäude zu gelangen! Wir wollten heute ja noch mehr anschauen!!!

Nach dem recht ausgiebigen Besuch des Castles wanderten wir auf der Royal Mile quer durch die Stadt bis hinunter zum Palace of Holyroodhouse, dem Scottish Parliament und zur Queen’s Gallery.
Das
Palace of Holyroodhouse ist immer noch die offizielle Residenz der britischen Königin, wenn diese denn in Schottland weilt. Da der Eintrittspreis zu diesem Palast dermaßen hoch war (nur ganze lumpige 23 Pfund), erfolgte unsere Besichtigung lediglich von außen. Die Inflation der Eintrittspreise, wie sie derzeit in Schottland vorherrscht, wird von uns nicht unterstützt!!!!

Vom Ende der Royal Mile ging es für uns wieder den Berg hinauf zum Calton Hill mit seinem Nelson Monument und einem absolut tollen Ausblick über die Stadt. Nach einer ausgiebigen Kaffeepause mitten in der Innenstadt marschierten wir wieder zurück zu unserem Hotel.

 

 

Samstag, 16. Juni 2018 Edinburgh – 0 Km

 

Nah dem Frühstück brachen wir wieder zu Fuß Richtung Innenstadt und weiter bis zum Ende der Royal Mile auf. Vorbei am Scottish Parliament wanderten wir Richtung Arthur´s Seat, dem Gipfel eines Berges, der direkt neben dem Palace of Holyroodhouse liegt und eine der schönsten Aussichten über Edinburgh mit Firth of Forth und Hafen bietet. Regen setzt ein und wir sind froh, dass wir unsere Regenjacken mitgenommen haben.

An der Abbruchkante des Vulkangesteins stoppen wir und nutzen nun den Rundweg auf der Seite zur Stadt – ein toller Blick, wenn auch im Regen. Über einen rutschigen Weg geht es wieder steil hinunter zur Stadt.

 

Nach einem heißen Getränk – das hat echt gutgetan! - geht es wieder in die Innenstadt zur Princess Street, wo wir den Bus zur Stadtrundfahrt besteigen.

 

Wir beschließen, die National Gallery of Scotland zu besuchen und sind zunächst sehr überrascht, dass hier freier Eintritt besteht, obwohl sie mit ihren exquisiten Sammlungen europäischer Malerei von der Renaissance bis zum Post-Impressionismus zu den bedeutenden europäischen Kunstmuseen in Europa gehört.

Etwas platt vom vielen Laufen und Besichtigen marschieren wir wieder zu unserem Hotel und ruhen etwas aus.

Heute Abend findet dann unser „Abschiedsessen“ von Edinburgh statt, morgen geht es dann mit den Motorrädern über den Firth of Forth Richtung Norden in die Highlands. Dann wollen wir zelten.

 

Mal schauen wie das Wetter ist!!??

 

 

Sonntag, 17. Juni 2018 Edinburgh bis Tarland - 230 Km

 

Nach dem Frühstück entstand Aufbruchsstimmung. Gestern Abend hatten wir noch sehr vorzügliches Essen bei einem Inder gegessen – lecker!

Die Motorräder werden wieder beladen und wir starten bei bedecktem Wetter. Die Fahrt führt uns über die Firth of Forth Bridge, wo wir leider nicht für ein Foto anhalten können. Vier Aschaffenburger überholen uns – ebenfalls mit Motorrad.

Die Fahrt führt uns aus dem Ballungsgebiet von Edinburgh in die Highlands.

Ich hatte einen Stopp am Schloss Balmoral zur Besichtigung eingeplant. Als wir dort aber ankommen und auf die Eintrittspreise schauen, vergeht uns die Lust. Ganze 11,50 BP wollen die für das Anschauen für den Park und lediglich einem Ballsaal in den Gebäuden – das ist schlichtweg Wucher. Auch ein britisches Motorradpärchen beschwert sich vehement. Auch wir fahren nach kurzem Stopp ohne „Besichtigung“ weiter zu unserem Campingplatz in Tarland. Wir beide übernachten für ganze 11,50 BP – der Eintrittspreis für die Schlossbesichtigung!!

Dieser Platz ist sehr sauber und zu empfehlen! Das Personal sehr freundlich und hilfsbereit. Leider haben wir kein Internet und so muss das Tagebuch warten.

 

 

Montag, 18. Juni 2018 Tarland bis Charlestown of Aberlour - 257 Km

 

Schon sehr früh – so gegen 07.00 Uhr – begannen wir unsere Sachen zu packen. Ich bin ein wenig frustriert: Reinhard hat ein Wurfzelt und ist daher um Welten beim Auf- und Abbau schneller.

Die Nacht hatte uns sehr starken Regen und einen heftigen Sturm beschert, den aber beide Zelte mit ihren Insassen gut überstanden. Ich frühstücke noch kurz und Reinhard beschäftigt sich anderwärtig – er isst erst später! Los geht’s!

Zunächst muss erstmal eine Tankstelle gesucht werden, da die Tanke in Tarland (Garmin weist darauf hin!) nicht mehr existent ist. Wir ändern die Tour leicht ab und finden eine gut versteckt in Ballater, wo wir auch gleich noch eine heiße Schokolade trinken.

Jetzt geht es über Ministraßen (von „einspurig“ kann hier nicht mehr gesprochen werden!) Richtung Nordosten zur Nordseeküste. Die Briten, die uns entgegenkommen sind immer sehr höflich und stoppen in den Passingareas, um uns vorbei zu lassen – Danke!

Wunderschöne alte Fischerdörfer und Buchten befinden sich im Bereich Fraserburgh bis Cullen. Hier fahren wir an der Küste entlang und freuen uns über das Wetter, das zwischen Sonnenschein und Wolken wechselt – es sind sogar mal 20 Grad!!!!!!

 

Bevor wir auf den Campingplatz fahren, wir eingekauft – heut gibt es Würstchen, Krautsalat und, und und ….

 

Hier in Charlestown of Aberlour nicht weit vom Campingplatz befinden sich einige sehr gute Destillierien. Morgen werden wir mal eine besuchen!

Leider scheint es immer noch kein Internet zu geben, so muss ich es dann über mein Handy hochladen.

 

 

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