Hardys Bikerwelt
Hardys Bikerwelt

Tagebuch zur Balkan-/Türkeitour

 

Am Freitag, den 28. Juni 2013 starteten mein Mitfahrer Gerhard und ich Richtung Südosten und wollten am ersten Tag unserer Reise das Dreiändereck Italien/Slowenien/Österreich erreichen.

 

Unsere Erlebnisse unterwegs werdet Ihr hier mitverfolgen können.

 

Viel Spaß beim Lesen!

 


Das Tagebuch mit Bildern zur Türkei- und Balkan-Tour als Download
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Freitag, 28.06.2013 (Pfungstadt ins Dreiländereck, Bereich Villach - 722 km)


Um 08.00 Uhr starteten wir in Pfungstadt und befuhren die Autobahn über Heilbronn/München/Salzburg bis Villach.

Das Wetter war gemischt: unterwegs konnten/mussten wir Sonne, Regen, Hagel und Bewölkung ertragen. Doch so schlimm war es nicht. Lediglich in Österreich empfing uns ein kalter Regen (9 Grad), der jedoch aufhörte, als wir unsere Übernachtungspension erreicht hatten.

Jetzt haben wir schon mal die Strecke bis fast südlich der Alpen geschafft - das Wetter kann ja nur besser werden. Auch Metin hat sich nochmal gemeldet und mir den Weg zu seinem Haus genau beschrieben.

Morgen geht es über sehr kleine Straßen nach Slowenien und dann über die Grenze nach Kroatien.

 

 

Samstag, 29.06.2013 (von Villach nach Ogulin – Kroatien – 452 km)

Als ich gegen 06.30 Uhr aus dem Fenster meines Zimmers schaue, sind alle Regenwolken verzogen und nur noch einige wenige Schleierwolken zeigen sich am Himmel – Die Sonne lacht schon so früh!!!

Nach dem Frühstück in „unserer englischen Pension“ (das englischstämmige Wirtehepaar spricht echt fast nur Englisch und kein Deutsch!!!) machen wir uns auf in Richtung Tarvisio und von dort ins „Dreiländereck“. Wunderbare kurvige, kleine Sträßchen und eine tolle Gebirgslandschaft mit der Sonne am Himmel gekrönt – das ist Urlaub!!

Wir fahren die SS 54 und wollen auch einen Abstecher auf den Mangart-Pass machen. Leider ist die Auffahrt - auch für Motorräder - durch einen mächtigen Felssturz gesperrt und wir müssen umkehren - fahren die SP 76 weiter. Bei Udine biegen wir nach links ins Resia-Tal ab. Hier wird die Straße enger und enger und windet sich über eine echte Berg- und Talbahn bis wir über die Resia-Uccea nach Slowenien kommen. Hier weitet sich das Tal und wird saftig grün. Über sehr gut ausgebaute Straßen geht es nun Richtung Süden. Wir fahren immer entlang der Soca, bis wir diese über die 403, entlang einer Eisenbahnstrecke, verlassen. Mit der stark gewunden 912 tauchen wir wieder in die Berge ein. Auf einer einzigartigen Kurvenbahn „Schweben“ wir nur so dahin!!

Ab 16.00 Uhr beginnen wir mit der Suche nach einer Unterkunft auf unserer Strecke. Wir fahren an vielen aufgegebenen und/oder verfallenen Hotels oder Pensionen vorbei – hier scheint echt kein Feriengebiet zu sein!!?? Doch in Ogulin finden wir dann nach weit über 400 Tageskilometern ein gepflegtes Hotel.

Ca. 100 km zuvor schickt uns an einer Straßensperre in einem kleinen Ort noch eine kroatische Motorradpolizistin energisch auf eine ellenlange, nicht beschilderte Umleitung – mitten in der Walachei!!! Aber auch das wurde mit Hilfe unserer Navigationsgeräte gemeistert.

So, jetzt sitze ich nach einem ausgiebigen Abendessen und zwei Bier im Bett und schreibe das Tagebuch, leider hat das Hotel kein Internet (kaum zu glauben, oder??). Mal schauen, ob wir morgen die Möglichkeit haben, ins Internet zu gehen.

 

 

Sonntag, 30.06.2013 (von Ogulin nach Jablanica/ Bosnien und Herzegowina – 374 km)


Heute früh schauten wir mit gemischten Gefühlen Richtung Himmel, denn dieser war mit einigen dicken Wolken verhangen. Die Regenjacke wurde erst mal weggelassen. Nach einem Volltanken in Ogulin, wo wir recht gut geschlafen hatten, ging es weiter Richtung Süden und damit Richtung Bihac in Bosnien.

Zuvor fuhren wir durch viele kleine Dörfer in Kroatien, in denen immer noch zerschossene Häuserruinen zu finden sind, daneben aber auch viele immer noch unverputzte Neubauten. Ab und an machte es den Anschein, als wolle es regnen, doch es kam nichts von oben – gut so!! Ehrlich gesagt: wir hatten einmal schon die Regenjacke angezogen, doch es wurde uns dann beim Fahren dann doch zu warm.

Nachdem wir den Plitvicer Nationalpark auf sehr kleinen, aber/oder gerade deswegen landschaftlich wunderschönen Straßen durchfahren hatten, gelangten wir an die Grenze zu Bosnien. Die Kontrolle dort war sehr schnell erledigt – ich wurde noch 2 meiner Ärmelabzeichen los und nahm dafür im Austausch ein kroatisches und ein bosnisches mit.

In Bosnien kamen wir heute auch sehr schnell vorwärts – wir beachteten dabei aber zumeist die 80 km/h Begrenzung!!! Auch hier wird die Geschwindigkeit mit Lasergeräten überwacht – aktuell Pech für die beiden Kollegen – sie hatten die falsche Richtungsfahrbahn gewählt. Die Benzinpreise hier sind recht günstig und so muss man nicht wie in Deutschland erschrecken, wenn man „den Rüssel in den Tank hält“ und wieder auffüllt. Das wird sich in der Türkei bei umgerechnet knapp 2,-€ jedoch wesentlich ändern.

Heute schauten wir bereits ab 15.00 Uhr nach einer Unterkunft und gelangen so in Jablanica in das dortige Motel. Die Motorräder dürfen wir in die Tiefgarage stellen und meine Dusche hat gut funktioniert. Nach dem Eintrag ist dann noch die „Fahrzeugpflege“ geplant. Mal sehen, was meine Kette macht. Um 19.30 Uhr gibt es dann unser Abendessen.

 

 

Montag, 01.07.2013 (von Jablanica nach Andrijevica / Montenegro - 388km)

Bei herrlichem Sonnenschein starten wir von Jablanica aus. Zunächst geht es die E 762 entlang, eine recht gut ausgebaute Überlandstraße. Kurz vor Niksic biegen wir nach links, Richtung Savnic ab und stellen fest, dass wir danach nur noch sehr, sehr kleine Straßen befahren. In vielen Serpentinen geht es bergauf und -ab. Die Straßen sind mit extrem großen Schlaglöchern und in den Kurven mit Splitstreifen versehen – erinnert mich irgendwie an Russland oder Rumänien. In Rumänien hatte ich mir letztes Jahr  meine Hinterradfelge in einem solchen Schlagloch so sehr beschädigt, dass ich für teures Geld eine neue beschaffen musste.

Wir fahren an den ehemaligen Olympiasportstätten von Sarajevo vorbei und stellen fest, dass das Vorzeigehotel auf dem Berg immer noch als zerschossene und ausgebrannte Ruine dasteht. Rund um den Berg werden immer noch Minen gesucht – fast das gesamte Waldgebiet ist mit Minenschildern und Flatterleinen abgesperrt. Im Umfeld bewegen sich einige EUFOR-Fahrzeuge, die mit österreichischen Soldaten besetzt sind.

Ein Großteil der Strecke sind wir in Kroatien über kleinste Straßen (Waldwege!!??) gefahren und haben uns über Bergzüge geschafft, bis wir plötzlich und unvermittelt an der Grenze zu Montenegro stehen. Die Drcka bildet hier die Grenze und wir können hier nach kurzer Kontrolle passieren. Am Schalter der Grenzpolizei in Montenegro muss Gerhard unser Woher und Wohin beantworten und darf erst danach passieren.

Wir fahren auf einer, in die Felswände gesprengten Straße entlang der Drcka, die in Montenegro aufgestaut wird – echt sehenswert!! Dann geht es über eine Brücke, die zwischen den Felswänden in einigen hundert Metern Höhe über dem Fluss gebaut wurde – ein Erlebnis.

Nach dem Tanken geht es wieder auf kleinste Straßen – auch hier sind die mit riesigen Schlaglöchern und Teerausschnitten (die Teerkolonne zum Füllen der Ausschnitte war noch nicht da!!) übersät. Wie auch in Bosnien, hangeln wir uns über Serpentinen von einem Höhenzug zum andern – immer Richtung Süden. Gegen 17.00 Uhr finden wir ein Hotel in Andrijevica, mitten in einem Naturschutzgebiet. Der Ort selber ist eher zum Vergessen, aber das Hotel ideal zum Übernachten.

 

 

Dienstag, 02.07.2013 (von Andrijevica nach Kukes/Albanien - 261 km)


Nachdem der Sohn des Hoteliers uns morgens mitgeteilt hatte, dass der von uns geplante Grenzübertritt bei Pecka Bistica nicht möglich sei – die Grenze dort zwischen dem Kosovo und Montenegro sei immer noch nicht wieder geöffnet - und uns einen anderen Grenzübergang in der Nähe von Ibarak vorschlug, planten wir diesen Abschnitt unserer Tour schnell um.

Gerhard hatte aus Foren einen Tipp zu einem angeblich wunderschönen Tal ("Vermosh-Tal im Kosovo" - so Gerhard) in der Nähe bekommen und so wollten wir uns dieses natürlich nicht entgehen lassen. Wir fuhren vom Hotel aus zunächst die alte, geplante Tour von Gerhard, um zum „Plavsko Jezero“ zu kommen. Dort sollte laut Gerhard das Vermosh-Tal sein. Mein Gott, ich weiß nicht, wer diese Müllkippen- und Bauruinengegend rund um den Plavsko Jezero toll finden soll – ich jedenfalls absolut nicht. Im gesamten Tal wachsen wilde Mülldeponien aus dem Boden und von den dort stehenden Bauruinen ganz zu schweigen!!!! Nein, danke!! Dieser Tipp war keine 10 Cent wert!!


Anmerkung: In Nachhinein stellt sich heraus, dass das Vermosh-Tal in Albanien zu finden ist - wir hätten nur die Strecke an Guisinje vorbei nach Guci in Albanien (SH 20) weiterfahren müssen.


Enttäuscht drehten wir ab und fuhren in Richtung unseres neuen Grenzüberganges. Im Navigationsgerät sind die Karten dieser Gegend sehr ungenau und so musste ich zum Beispiel über zwei nicht mehr vorhandene Brücken zu einer dritten, noch intakten, kurven. Dann waren wir aber auf dem richtigen Weg.

Das Verkehrsaufkommen auf unserer Straße zu einem, der wenigen Grenzübergänge der Region, war mehr als dünn und ich wurde schon langsam unsicher, bis wir dann im Gipfelbereich plötzlich und unerwartet auf die Grenzstation stießen – wir durften ohne Probleme passieren. Einige Kilometer weiter – ich rechnete schon gar nicht mehr mit einer zweiten Kontrolle – standen wir unvermittelt vor dem Grenzposten des Kosovo. Nach der Passkontrolle wurde uns bedeutet, die Motorräder stehen zu lassen, um eine Haftpflichtversicherung für diese an einem Schalter in der Nähe abzuschließen (die grüne Versicherungskarte wird hier nicht akzeptiert!) – 15€ für insgesamt 15 Tage. Billiger war nicht möglich! Wir wollten doch nur wenige Kilometer durch dieses Land fahren. Vielleicht hilft unsere Spende ja weiter, das Land aufzubauen.

Nachdem wir die Forderung der Grenzer erfüllt hatten, durften wir endlich die gelöcherten Straßen ihres Landes befahren. Wir quälten uns bei großer Hitze mit ca. 35 Stundenkilometer durch Pec und Jakovica, fuhren auf direktem Weg Richtung Kukes in Albanien. Verloren, mitten in der Landschaft trafen wir wieder auf zwei einsame Grenzposten, die uns nach Kontrolle jedoch schnell nach Albanien durchwinkten. Zuvor wiesen sie noch daraufhin, dass der Weg Richtung Kukes elend schlecht sein solle – aber mit Motorrädern müsse man dies schon schaffen! Wir fuhren weiter, die Straße war zunächst sehr gut und ich fragte mich schon, wann der Grenzer zum letzten Mal auf dieser Straße gefahren war. Doch man soll den Tag nicht vor dem Abend loben: die über 20 Kilometer lange Schotter- und Löcherpiste kam und am Ende waren wir total eingestaubt, als wir in Kukes eintrafen.

Durch einen Tipp eines netten Polizisten fanden wir sehr schnell ein Hotel.

 

 

Mittwoch, 03.07.2013 (von Kukes nach Amissaam am Vegoritida See/Griechenland - 364 km)


Nach einem leckerem Essen direkt im Hotel (es gab u.a. Mousaka - frisch!! und eine orientalische Gemüsesuppe mit Einlage) konnten wir gut schlafen. Morgens gab es zum Frühstück geröstetes Weißbrot und Schafskäse –auch sehr lecker!!

Die Tourenplanung sollte uns durch das Tal der schwarzen Drin zunächst nach Peshkopi führen. Auch hier ergaben sich Neuerungen gegenüber dem Garmin Kartenstand. Eine brandneue Straße (bereits im OSM-Kartenbestand verzeichnet!) führte wesentlich höher am Berg entlang. Von der unteren Straße war nicht mehr viel zu finden (zumindest am möglichen Abzweig in unserer Fahrtrichtung).
Die Beschilderung der neuen Straße ist es wert, beschrieben zu werden: die Schilder waren – für mich zumindest – total ohne Bezug verteilt worden. Mal stand irgendwo ein einzelnes Kurvenwarnzeichen (und das bei den hunderttausend Kurven!!), mal ein „Durchfahrtsverbot“ (????) und und und… . Hier hatte sich jemand ausgetobt, der wohl absolut keine Ahnung hat.

Aber weiter zur Routenbeschreibung. Nach Magelläre (SH44) kam unser erster Grenzübergang dieses Tages: wir fuhren nach Mazedonien. Entlang des Debarsko-Sees mit wunderschönen Ausblicken wieder über die Berge nach Struga am Ohrid-See - zum nächsten Grenzübergang – wir waren erneut in Albanien. Nachdem wir halb um den See gefahren waren, kam schon der nächste Grenzübergang: wir waren wieder in Mazedonien.

Nach einer "Serpentinenorgie" am nächsten Gebirgszug kamen wir am Prespansko-See an, schnitten diesen nördlich und befanden uns jetzt in einer etwas flacheren Landschaft und konnten den dritten Grenzübergang – jetzt nach Griechenland – ohne Probleme passieren. Bei der Unterkunftsuche nach über 360 km landeten wir zufällig in Amissaam. Anwohner brachten uns, nachdem Gerhard in einem Geschäft nach einer Übernachtungsmöglichkeit gefragt hatte, zu einem "Hotel" im Ort. Hier musste zunächst erst einmal der Inhaber gesucht werden. Dieser überlies uns - nach Zahlung des kompletten Übernachtungspreises - einfach NUR den Schlüssel und verschwand dann wieder kommentarlos. Auch Frühstück gibt es keines!! Ist so Griechenland? Aber, wir hätten ja dort auch nicht übernachten müssen!!??

Dafür war das Abendessen in einer kleinen Gartenwirtschaft im Ortskern nicht nur ein Erlebnis, sondern das Essen war auch ausgesprochen gut. Souflaki und „original FRISCHEN griechischen Salat“. Zubereitet von der Ehefrau des gut deutsch sprechenden Wirtes aus „Castro-Rauxel“. Den Abschluss für die nötige Bettschwere bildete noch ein selbstgebrannter Traubenschnaps, der es wahrlich in sich hatte. Leider wurde die nötige Nachtruhe durch anhaltende „Unterhaltungen der vielen örtlichen Hundesippen“ erheblich gestört.

 

 

 

Donnerstag, 04.07.2013 (von Amissaam nach Kavala - 269 km)


Nach dieser doch sehr unruhigen Nacht (da waren bestimmt über tausend bellende Wachhunde am Werk!!) und einem „opulenten“ Frühstück im Gartenhaus (2 trockene Sesamkringel und ein extrem überteuerter Käse aus dem Minimarket, sowie einer Flasche Mineralwasser) konnten wir starten.

Die Tour war so wie das Frühstück. Wir fuhren durch eine langweilige Landschaft, die intensiv von Industrieruinen geprägt ist, umfuhren Thessaloniki auf einer vierspurigen Autobahn (irre!!! – auch von anderen irren griechischen Verkehrsteilnehmern „begleitet“), um eine Stunde später zum ersten Mal während der Tour das Mittelmeer zu sehen.

Das große Wärmegewitter am Horizont vor Kavala zog glücklicher Weise an uns vorbei oder wir waren zu schnell ;-) für dieses Unwetter. Nach einem kurzen Besuch des Hafens fanden wir unser Hotel EUROPA, gepflegt und auch ruhig – mitten in der Stadt gelegen.

 

 

 

Freitag, 05.07.2013 (von Kavala nach Biga/Türkei - 388 km)


Probleme sollten immer sofort geklärt werden!!!! – wir konnten erst 2-3 Stunden später als üblich in Kavala losfahren. Zuvor konnte (durfte/musste) ich erst einmal das Hospital ins Kavala, um das griechische Gesundheits- und Verwaltungssystem, das ich hier nicht wirklich näher beschreiben möchte!!!!!, zu „bewundern“.
Ich hatte mir den Knöchel des linken Fußes verdreht und dieser war daraufhin über Nacht unter Schmerzen sehr stark angeschwollen. Das Röntgenbild ergab - nichts ist gebrochen!!! - NUR ein Bänderanriss!!! Mit einer Bandage versehen und dem Hinweis auf Schonung des Fußes wurde ich vom Arzt – nach Zahlung von 3, 28 €!!!! - aus dem Hospital wieder entlassen. 

Zurück, konnten wir endlich starten und fuhren zunächst über die Landstraße Richtung türkischer Grenze. Nachdem wir die Nase von der sehr eintönigen „Gondelei“ gestrichen voll hatten, wechselten wir für die letzten 100 Kilometer auf die Autobahn E 90. Damit konnten wir den Zeitverlust - verursacht durch meinem Krankenhausbesuch - wieder ausgleichen.

An der griechischen Kontrollstelle zur türkischen Grenze wurden wir einfach nur durchgewunken. Die Einreise in die Türkei war erst nach insgesamt 5 Einzelkontrollen (Fahrzeug, Person, Zoll, Polizei, Endkontrolle) möglich.

Über die türkische E 90 und anschließend die D 550 ging es zum Fähranleger Gelibolu. Hier wollten wir an sich übernachten. Bei einem Zimmerpreis von ca. 120 € pro Person, fiel die Entscheidung nicht sonderlich schwer, doch noch weiter zu fahren.

Die Fährüberfahrt über das Marmarameer (2 x 1€) verschaffte uns eine kurze Ruhepause. Über kleinste, recht löchrige Straßen und durch fast unbewohntes, landschaftlich aber sehr reizvolles Gebiet, ging es Richtung Bursa. Immer hart am Geschwindigkeitslimit erreichten wir um 18.30 Uhr das Hotel „MRG“ in Biga.

Das Hotel, ruhig gelegen und vernünftig ausgestattet, war für uns eine echte Überraschung:
im Hinterhof ein tolles Restaurant vor einem „alten herrschaftlichen Wohnsitz“ der Besitzerfamilie konnten wir den Abend bei einigen Efes und einem guten Essen beschließen.

Metin werden wir morgen besuchen.

 

 

Samstag, 06.07.2013 (von Biga nach Mudanya - 189 km)


Nach dem ausgiebigen türkischen Frühstück mit Gurken, Oliven, Tomaten, Käse und Weißbrot decken wir uns in der Stadt jeder mit einer kleinen Summe türkischer Lira ein. Danach ging es Richtung Mudanya. Die Straße (D 200) ist als Schnellstraße ausgebaut und wir kommen, obwohl wir die meisten Geschwindigkeitsbegrenzungen annähernd einhalten, sehr schnell voran. So 40 Kilometer vor Mudanya müssen wir auf eine schmale und sehr rutschige Landstraße (10.01) abbiegen.

Ich hatte Metin versprochen, nach unserer Ankunft am Ortseingang anzurufen. Ich kam gar nicht dazu, da wir sofort nach Eintreffen von einem Motorrollerfahrer angesprochen und „abgegriffen“ wurden. Dieser hatte gerade Position eingenommen, um im Auftrag von meinem Freund Metin, auf uns zu warten. Wir wurden in ein Hotel, direkt am Jachthafen begleitet und waren kaum abgestiegen, als mein alter Freund Metin auch schon vor Ort erschien.

Die Begrüßung fiel sehr herzlich aus. Metin und ich hatten uns fast 20 Jahre nicht mehr gesehen!!!

Mein Freund hatte alles gut organisiert und so konnten wir abladen und die Kräder unterhalb des Hotels sicher parken. Nachdem Gerhard und ich geduscht und die ersten Blicke aus dem Fenster geworfen hatten, stellten wir fest – die Lage ist einzigartig:
Der Blick ging direkt auf den großen Jachthafen am Marmarameer.

Metin erschien und wir wurden erst einmal seinen Freunden im Hafen vorgestellt, anschließend einige hundert Meter weiter zu den Motorradfreunden von Mudanya „weitergereicht“. Nach einem (alkoholfreien) Getränk, vielen Fotos und der Übergabe von Gastgeschenken an uns, ging es zur Wohnung meines Freundes, wo wir mit einem absolut tollen türkischen Essen im Kreis der Familie verwöhnt wurden. Unsere Tourenpläne besprachen wir anschließend mit Metin und seiner Tochter. Beide hatten noch viele Anregungen.
Nach einem kurzen Besuch im Naturschutzgebiet von Mudanya machten wir eine Stadtrundfahrt und liefen durch das Hafenviertel mit sehenswerten alten oder auch restaurierten Häusern. Während des Sonnenunterganges noch ein Tee zum Abschluss und wir fielen total geschafft ins Bett. Von so viel (Gast-) Freundschaft wird man im positiven Sinne fast erschlagen!!!
Aus dem Hotelfenster fällt der Blick auf die hell erleuchtete gegenüberliegende Seite des Marmarameeres.

 

 

Sonntag, 07.07.2013 (in Mudanya - 0 km)


Um 09.00 Uhr erscheint Metin im Hotel und hat noch ein zweites Frühstück mitgebracht. Mit vielen türkischen Mezen (Vorspeisen) beginnen wir erneut unseren Tag. Wir können kaum noch etwas essen, so voll ist unser Magen.

Auf vier Rädern (Pkw) geht es nun nach Bursa, der Schwesterstadt von Darmstadt. Hier lernten Metin und ich uns vor sehr langer Zeit kennen. Heute ist Bursa eine moderne Stadt mit knapp 2 Millionen Einwohnern. Wir besichtigen u.a.: die „Große Moschee“ (Ulu cami) und das Grabmal von Sultan Mehmed I.

Zurück am Marmarameer besuchen wir das Speiselokal von Metins Namensvetter, einem Musiker. Nun ging es zum „Barbecue“, einer Grill-/Männerrunde am Haus eines Freundes im Naturpark von Mudanya – erneut essen bis zum Abwinken!!! Ich glaube, wenn das so weitergeht, passe ich nicht mehr in meine Motorradklamotten.

Abends die Verabschiedung von Metins Familie. Morgen früh wollen wir wieder starten.

 

 

Montag, 08.07.2013 (von Mudanya über Bursa nach Polatli - 412 km)


Metin erschien kurz nach dem Frühstück und wir packten unsere Alukoffer der Motorräder. Eine schnelle Verabschiedung – ich musste mich echt zusammenreißen!! – und es ging Richtung Bursa und zum Berg Uludag. In Bursa musste ich dann die vorgeplante Route verlassen, weil die von Garmin vorgesehene Straße einfach nicht vorhanden war und so ging es in einem zweiten Anlauf der örtlichen Beschilderung nach.

 

 

 

Auf dem Uludag trennten sich dann vormittags die Wege von Gerhard und Hartmut:

Die Tour, die ich jetzt beschreibe, ist nicht mehr die gemeinsam geplante Tour. Wir hatten auf unserer Anreise Richtung Türkei bereits einmal eine heftige Diskussion, jetzt erneut. Unsere Charaktere passen wohl nicht so recht zusammen. Aber alles Weitere ist eine Sache NUR zwischen Gerhard und mir und gehört nicht hier ins Tagebuch. Einfach nur Schade, dass es so gelaufen ist!!!

 

Um allen möglichen, weiteren Diskussionen aus dem Wege zu gehen, plante ich innerhalb einer halben Stunde unterwegs meine – jetzt eigene - Tour um:
Ich fahre nicht mehr Richtung Schwarzes Meer (dort wird die Ramadanzeit sehr ausgelebt), sondern über das türkische Hochland, Richtung Ankara und weiter nach Kappadokien.

 

 


Die Straße von Bursa Richtung Ankara ist autobahnmäßig ausgebaut und so konnte ich „Kilometer machen“. In Polatli fand ich ein Hotel, zwar etwas heruntergekommen, aber mitten in der Stadt, wo ich jetzt sitze und schreibe.

Abends seid Ihr jetzt meine Gesprächspartner – ich schreibe und Ihr lest meine „Erlebnisse“– eventuell.

Morgen geht es weiter Richtung Kappadokien.

Das war mein erster Tag allein unterwegs. Übrigens, als Einzelfahrer wird man viel öfter und intensiver gegrüßt oder auf das Woher und Wohin angesprochen – ist auch eine nette neue Erkenntnis.

 

 

Dienstag, 09.07.2013 (von Polatli nach Ürgüp/Kappadokien - 381 km)


Ein „Befreiungsschlag“ von 381 Kilometern und ich bin am östlichen Ziel meiner Tour, denn nach diesem Aufenthalt wird es wieder Richtung Heimat gehen. Jedoch über Konya und Antalya, dann die Küstenlinie Richtung Norden. So bleibe ich als Einzelfahrer immer in touristisch erschlossenem Gebiet – falls doch noch stärkere Probleme am Fuß auftreten sollten. Was ich aber derzeit nicht annehme!!

Von Polatli aus fuhr ich zunächst längere Zeit auf einer autobahnähnlich ausgebauten Straße Richtung der Landeshauptstadt Ankara, vor der ich jedoch wieder Richtung Süden abbog, um auf einer Überlandstraße (Manfred, sollte in Google auch zu finden sein!!) nach Kappadokien zu gelangen.

Eine lange, stupide Fahrt, die jedoch auf der Konya Yolu unmittelbar vor mir von einem schweren Verkehrsunfall drastisch unterbrochen wurde:
Der übernächste Lkw vor mir „übersah“ ein landwirtschaftliches Gefährt, das die Straße queren wollte. Es erfolgte eine Vollbremsung des Lkws, der daraufhin quer zur Fahrbahn umkippte und sofort zu brennen begann (Ladung ist mir nicht bekannt).
Der Lkw-Fahrer unmittelbar vor mir und ich hatten den Unfall schon kommen sehen und so noch die Chance, entsprechend zu reagieren. Der Fahrer zog den Lkw voll nach links in die Leitplanke und kam auch schnell zum Stehen. Ich hatte dadurch Platz, nach rechts zu ziehen und fuhr/bremste bis auf einen kleinen Streifen neben der eigentlichen Fahrbahn (wieder mal eine Kompanie Schutzengel gehabt!!! – mir und auch meiner Maschine ist nichts geschehen!!!!).
Vorn sah es jedoch sehr schlimm aus: 3 Tote und 2 Schwerverletzte. Gott sei Dank, hinter uns fuhr ein Arzt, der sofort alle Maßnahmen in Angriff nahm. Die Feuerwehr, der Krankenwagen und die Polizei kamen ebenfalls sehr schnell. Wir waren in der Nähe von Golbasi (Bereich Ankara).
Da ich weder helfen konnte, noch mich selbst als „Geschädigten“ ansah, die Polizei meine Visitenkarte nicht haben wollte, folgte ich mehreren ortskundigen Geländewagenfahrern quer durch die Felder, um die Unfallstelle (komplette Straße war über mehrere hundert Meter von Unfallteilen überstreut) und die bescheuert lang durchgezogene Leitplanke zu umgehen. Hat dann auch noch gut geklappt!


Nach dieser bösen Überraschung aber auch mal was Positives: ich wusste nicht, dass es in der Türkei Salzseen gibt, die man begehen und auch befahren (habe ich aber versäumt, war immer noch im Gedanken beim Unfall) kann. Treffender kann man den beiden Seen keinen Namen geben: STUZ (Salz) GOLU (See)– kurz vor Aksaray! Der eine war richtig hell weiß, der andere hatte einen intensiven roten Schimmer. Am Fahrbahnrand wurde Salz in Säcken verkauft. Fast wie an der PanAmericana in Peru!!


In Ürgüp angekommen suchte ich mir ein wunderschönes, kleines Hotel – das AKUZUN ist total aus Tuffstein gebaut!! Es liegt etwas abseits des Zentrums. Tolle Felsformationen und tausende von Felsbehausungen konnte ich schon auf der Anfahrt zum Ort erkennen. Vor langer Zeit war ich bereits einmal hier – klasse!! Ich habe mir vorgenommen, 3 Nächte hier zu bleiben, um mit dem Motorrad mal eine Runde durch Kappadokien zu fahren und natürlich auch zu Fuß (soweit möglich) einiges im und um den Ort zu erkunden.

 

 

Mittwoch,10.07.2013 (Rund um Ürgüp/Kappadokien - 134 km)


Es ist Ramadan und der Muezzin ruft öfter, lauter und länger zum Gebet – auch nachts!!!
Moslime dürfen erst ab Sonnenuntergang essen und trinken – eine Umstellung für mich: Gestern hatte ich so einen Hunger, dass ich schon um 17.00 Uhr in einem Restaurant Essen für mich orderte – sofort fing ich seltsame Blicke ein, dennoch bekam ich mein bestelltes Essen dann höflich serviert. Es schmeckte sehr gut!! Anschließend bin ich in Ürgüp auf Entdeckungstour gegangen. Dabei entstanden  während des Sonnenunterganges schöne Fotos vom „Wish hill“ (Wunschhügel). Klar habe ich mir auch was gewünscht – geht hier aber keinen etwas an, sonst soll es ja mit dem Wunsch nicht funktionieren - sagte mein Hotelier. Das mit dem Wünschen muss zumindest im Ansatz stimmen – habe zum ersten Mal auf der Tour spitzenmäßig und sehr lang geschlafen!!!

Tagsüber machte ich mit dem Motorrad eine Rundtour durch Kappadokien. Zunächst war ich im „Tal der Kirchen“, in der Nähe von Ürgüp, dann ging es nach Sahinefendi und Mazikoy. Die Straße wurde gerade frisch geteert: jede Menge flüssigen, heißen Teer auf die Straße kippen und dann vom Lkw einfach nur Schotter drüber streuen–eine Walze suchte ich vergebens! „Das fährt sich schon fest!“ Bin dann zunächst einfach nur gegen den Verkehr gefahren, musste aber zum Schluss doch noch auf den „neuen Straßenbelag“. Ohje!!!! Wer macht jetzt meine Maschine sauber??

Unterwegs gibt es viel zu sehen: jede Menge Höhlenbehausungen, Feenkamine, unterirdische Städte und altgriechische Bauwerke.

Kappadokien war eines der wichtigsten frühchristlichen Zentren. Bis zum Jahre 1071 war es unter byzantinischer Herrschaft. Mehr als 3000 Kirchen, die dort bis heute entdeckt wurden, zeugen von der christlichen Vergangenheit, die bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts reichte. Die letzten griechisch-orthodoxen Christen verließen die Region im Rahmen des großen Bevölkerungsaustausches zwischen der Türkei und Griechenland im Zeitraum 1922 bis 1924.

Zwischen Uchisar und Göreme, auf dem Aussichtsplatz (Bild) über dem Göremetal, kamen Erinnerungen auf: Fee, „Dein“ damaliger Spielgefährte, der kleine Hundewelpe, war nicht mehr auf dem Parkplatz anzutreffen – Wäre nach den langen Jahren wirklich ein Wunder. Die fast 20 Jahre überlebt kein Hund!!!

Ich kam noch bis zum „Love Valley“ und danach war die Straße dann komplett gesperrt – Erosion!! Trotz Versuchs ging es auch für ein Motorrad nicht weiter, also den gleichen Weg wieder zurück. War aber erneut ein Erlebnis, weil alle Objekte jetzt aus einer anderen Perspektive wahrgenommen werden konnten.

In Uchisar machte ich dann nochmals Halt, um den dortigen Hausberg – sieht aus wie ein Schweizer Käse!! – zu fotografieren (Bild). Erinnerungen, Erinnerungen……

Im Hotel wurde ich von meinem netten Gastgeber mit einem großen, eiskalten Bier empfangen!!! So soll es sein, das ist einfach nur relaxen!!! Mal schauen, was ich morgen mache!!??

 

 

Donnerstag, 11.07.2013 (Rund um Ürgüp/Kappadokien - 130 km)


Heute gibt es „Kultur pur“!

So gegen 09.00 Uhr startete ich mit dem Motorrad Richtung Süden – nach Derinkuyu.
In dem kleinen Ort gibt es die berühmteste unterirdische Stadt Kappadokiens. Insgesamt soll es so an die 300 davon geben, doch die meisten sind noch nicht wieder freigelegt. Die Siedlungen sollen vor rund 4000 Jahren entstanden sein und wurden von ihren Einwohnern immer weiter und cleverer ausgebaut. Im Zuge der Arabereinfälle im 7. Jahrhundert zogen (flüchteten) die mehreren tausend christlichen Einwohner Kappadokiens mit Kind und Kegel, Vieh und und… in die Unterwelt und sollen auch bis zu 6 Monate dort ausgeharrt haben. Lebensmittel, Wasser, Wein, Holz und Tiere, alles soll in großen Mengen dort vorsorglich gelagert worden sein.
Bis zu 8 Stockwerke sind derzeit in Derinkuyu freigelegt und beherbergten Wohn-Schlafräume, Küchen und Ställe. Die Luft- und Wasserversorgung klappt heute noch – es ist immer zirkulierende, frische Luft in allen Stockwerken zu spüren und in den Brunnen immer noch gutes Wasser vorhanden. Ein absolutes Novum ist auch, dass mehrere Städte durch kilometerlange unterirdische Gänge verbunden waren. Oben waren alle Zugänge intensiv getarnt und die vielen Be- und Entlüftungsöffnungen zwischen den Felsspalten waren als solche nicht zu erkennen. Die Eingänge wurden unterirdisch durch einen starken Mühlstein so verschlossen, dass dieser nur von Innen zum Öffnen zurückgerollt werden konnte.

Jetzt habe ich genug zum Besten gegeben. Für mich war der Besuch erneut eine Erinnerung an einen Urlaub vor ca. 20 Jahren. Schön, dass alles immer noch so vorhanden ist!

Nachdem ich mich mit meinen Motorradklamotten über 90 Minuten durch die engen und niedrigen Gänge gequetscht hatte, fuhr ich Richtung Soganli, um hier sagenhafte Felslandschaften zu genießen. Nachmittags bei einem Bier noch Karten schreiben – dann ist der Tag wieder schnell rumgegangen.

 

 

Freitag, 12.07.2013 (Von Ürgüp nach Konya - 244 km)


Heute gibt es zwar auch „Kultur“, jedoch fahre ich erst einmal auf einer gut ausbebauten – zumeist zweispurigen – Straße nach Konya. Es sind mal wieder über 30 Grad und der Teer der rechten Fahrbahn ist so geschmolzen, dass die Lkw Spurrillen hineingefahren haben. Ich versuche, nur links zu fahren. Dies ist oft nicht möglich, da mich viele Lkw und Pkw überholen wollen – warum halte NUR ich die Höchstgeschwindigkeit plus 20 % ein???? Beim Einscheren nach rechts muss ich nur aufpassen, dass ich nicht in die „Lkw-Schienen“ gerate, sonst fliegen die Teerbrocken.

Mit dem Navigationsgerät ist es selbst in Konya (Millionenstadt) einfach, das Hotel "RUMI" zu finden. Es liegt im Zentrum und nur ca. 200 Meter vom Mevlana-Museum entfernt. Das Motorrad darf ich direkt neben dem Fahrzeug des Chefs am Hoteleingang (Video überwacht) parken.

Nach dem Duschen geht es „zur Kultur“ in die Stadt:

Zunächst mal das Mevlana-Museum
Der Mevlevi-Orden ist nach seinem “Meister“ Dschalal ad-Din Muhammad Rumi - auch bekannt als „Mevlana“ - benannt. Rumi lebte von 1207 bis 1273. Zu dieser Zeit regierten die Rum-Seldschuken in Anatolien, wo der Beiname „Rumi“ herrührt. Rumi wurde im Mausoleum, dem heutigen Museum in Konya beigesetzt. Im Tanz, eine Art Gebet, verfallen die Mevlevi-Derwische in eine Art Trance und Selbstvergessenheit um mit Allah in Kontakt zu treten (Sema).


Nach dem Besuch des Museums trolle ich durch den großen Basar und schaue mir ausgiebig das alte Stadtzentrum an. Dabei werde ich von einigen Türken angesprochen, ob ich aus Deutschland komme und werde sofort zum Tee eingeladen. Das ist Gastfreundschaft. Dabei will mir niemand einen Teppich oder sonstiges verkaufen – man will mit mir nur über die Türkei und Deutschland reden. Vater (war mal in Mannheim) und Sohn lassen sich von mir noch fotografieren. Das Bild werde ich ihnen zusenden.
Macht richtig Spaß!!

 

 

Samstag, 13.07.2013 (Von Konya nach Manavgat - 233 km)


Das Frühstück gab es auf der Dachterrasse, mit einem Blick auf das Mevlana-Museum – herrlich!! Nach dem Auschecken startete ich Richtung Antalya und musste erst einmal aus dieser riesigen Stadt raus. Durch kleinste Gassen – überall gab es Einbahnstraßenregelungen – bis ich mit meinem SAMOWAR die Ausfallstraße Richtung Westen gefunden hatte. Hier schwamm bereits der Teer bei ca. 37 Grad!! Einige rote Ampeln beachten!!! – doch was war das: fast hätte mich ein Lkw von hinten gerammt, zog im letzten Moment knapp links an mir vorbei und bei „Vollrot“ in einer „Affengeschwindigkeit“ über die Kreuzung. Bin ich hier der einzige Idiot, der bei „ROT“ hält?? Nein, es gibt außer mir noch einige wenige Autofahrer.
Ich fahre hinter dem Lkw her – im Dienst wäre es eine „wahre Freude“ für mich gewesen, diesen „Chaoten“ zu stoppen. Doch, ich bin hier halt nur ein ausländischer Motorradfahrer. Insgesamt sieben Mal fährt dieser nette Mensch bei Knallrot und mit einer Affengeschwindigkeit über die – Gott sei Dank!!- leeren Kreuzungen. Ich sehe zu, dass ich diesen „Kamikazefahrer“ hinter mir lasse und gebe Gas.

Die lange Fahrt über die Hochebene wird dann von der Durchfahrt durch Teile des Taurus-Gebirges abgelöst. Überall sind Straßenbaustellen, man will Konya doppelspurig an Antalya anbinden. Doch es geht für mich zügig voran, so dass ich gegen 14 Uhr bereits in Manavgat eintreffe, ins neue Hotel RIVER einchecken kann und nach dem Abladen mit dem Motorrad noch zu den beiden Wasserfällen fahren kann. Herrlich, hier nochmal zu sitzen. Fast nichts hat sich in den zwanzig Jahren verändert und ich könnte hier im Bereich des Wassers am liebsten übernachten.

Nein, erst mal geht es wieder ins Hotel – duschen – und in die Stadt zum Bummeln. Im Basar gehe ich ausgiebig essen. Hier schaut niemand, auch nicht nach meinem Bier, das ich gerade trinke. Eine nette türkische Familie, die am Tisch neben mir ebenfalls etwas isst, lädt mich zum Abschluss zu einem Rake ein, weil sie gehört hat, dass ich mit dem Motorrad hier bin – ist hier wohl nicht so oft zu finden. Danke für die nette Unterhaltung und den Rake!!


 

 

Sonntag, 14.07.2013 (Von Manavgat nach Adrasan/Olympos – 286 km)


Zum Frühstück wurde ich von einem türkischen Herrn aus Zypern angesprochen, der in Manavgat bei seiner Tochter zu Besuch war und im Hotel übernachtet hatte. Er hatte sehr lange Zeit in London gelebt und war nach seiner Pensionierung nach Zypern gezogen. Wir konnten uns trefflich über die gesellschaftliche und politische Lage in Europa und der Türkei, aber auch Zypern austauschen. Ein angenehmes Frühstück.

In der frühen Morgenhitze ging es auf der Schnellstraße Richtung Antalya. Auf halber Strecke bog ich rechts Richtung Köprülü Canyon ab. Auch hier wird an einer Schneise für eine Schnellstraße zum „Rafting-Paradies“ gebaut. Die Natur wird komplett ignoriert, um den tagsüber in Hochzeiten mehreren tausend „Sportbesessenen“ die Anreise direkt in den Canyon zu „erleichtern“ – schade, das ist alles nicht mehr zu reparieren – die Fun-Gesellschaft wird es Euch - mit hoffentlich vollen Kassen - danken!! Gegen Ende der Strecke in den Canyon ist die Natur doch noch nicht so geschädigt – hier ist die Schneise noch nicht geschlagen. Die uralte griechische Brücke über den Canyon hat ein Steingeländer erhalten, damit die Touristen nicht in den Abgrund stürzen. Was sagt der Denkmalschützer dazu? Gibt es so etwas in der Türkei?

Nur der obere Bereich des Canyons selbst ist unverändert schön!

Nun die gesamte Strecke gegen die Endlosschlange an Fahrzeugen zurück – es gibt keine Querverbindung! Einmal mitten durch Antalya, um die Auffahrt Richtung Altinyaka ins Taurusgebirge zu finden. In tausenden Kurven schraubt sich die Straße, eng an die Felswand geschmiegt, in die Höhe. Bis ich den Kamm des Gebirges erreiche, muss ich mit meinem SAMOWAR 1300 Höhenmeter überwinden. Über den Kamm geht es auf einer holperigen Straße quer zur Küstenlinie bis nördlich Kemer und dann auf einer total aufgeweichten Straße – die Reifen schwimmen fast im Teer!! – in Serpentinen wieder zur Küste hinunter. Leider ist es heute nicht so klar und so ist leider nur wenig vom Meer zu sehen.

Auf einer Holperstrecke, mit Split und Schotter aufgefüllt, nun noch ungefähr 40 Kilometer entlang der Küste bis zu meinem Hotel, ein typisch türkisches Strandhotel. Nach dem Einchecken stürze ich mich erst mal in den Pool und dann vor der Pool-Bar (kein Alkohol – war wirklich nur glatt!!).

Jetzt sitze ich im Garten und schreibe.

 

 

Montag, 15.07.2013 (Von Adrasan nach Fethiye – 243 km)


Das Essen gestern Abend und das Frühstück waren gut und reichhaltig. Bevor es noch heißer wird, starte ich zur nächsten Etappe. Es geht nach Fethiye.

Unterwegs ist fast die gesamte Küstenstraße (D 400) mit Split in Unmengen überhäuft worden und so geht es auch nur mit 60 – 70 Stundenkilometern vorwärts. Man versucht so das Verflüssigen des Asphalts zu verhindern. Mit wenig Erfolg!!

Vor Kas wird es besser, hier ist die Straße älter und der Teer noch fest. Die Küstenlinie ist wunderschön und so muss ich mich bremsen, hinter jeder größeren Kurve erneut anzuhalten, um zu filmen oder zu fotografieren.

Ich überhole 2 türkische Pärchen in meinem Alter. Eine Honda und eine BMW GS. Alle Vier sind so in meinem Alter und bereisen seit ebenfalls knapp 3 Wochen ihr Land. Wie unterhalten uns in Englisch über das Woher und Wohin und fahren dann nach einer halben Stunde weiter, sehen uns aber unterwegs noch mindesten drei Mal.

Bei Kalkan fahre nach rechts von der Küstenstraße ab, um über Berghänge des Taurus in das Naturschutzgebiet Saklikent zu fahren. Die kleine Nebenstraße ist fast besser zu befahren, als die große D 400. Am Palamut Canyon (sehenswert!) ist ein riesiger Parkplatz und viele Menschen klettern über befestigte Steige in den Canyon hinab, um sich das Schauspiel dort näher anzuschauen. Ich, mit meinen klobigen Motorradklamotten, schau mal kurz von Ferne und fahre dann aber weiter.

Jetzt bin ich in Fethiye und werde hier für 3 Nächte bleiben.

 

 

Dienstag, 16.07.2013 (In Fethiye – 0 km, Seemeilen unbekannt)


In einer Backpacker-Pension habe ich mich für 3 Nächte eingebucht. Der Inhaber und sein Angestellter sind sehr nett und beraten mich sofort, wo ich mich entsprechend versorgen kann. Der „Tante Emma-Laden“ ist – einmal den Berg runter und NUR noch 40 Meter nach rechts, dann aber wieder den Berg rauf!!! Hat alles geklappt, bin nicht vom Fleisch gefallen und habe auch ein (zwei) gute(s) EFES bekommen. Das war alles noch am Abend.

Für Heute hat der Inhaber mir gleich eine Bootstour mit 4 weiteren Gästen vermittelt. Zunächst habe ich erst mal die Luft angehalten: alle Vier sprachen Französisch und ich hab so gut wie kein Wort verstanden. Doch auf dem Boot tauten wir alle nach und nach auf und so wurde dann wegen mir öfter auf Englisch umgeschwenkt. Alle waren sehr nett und das junge Pärchen erzählte dann, dass sie auch Motorrad fahren. So stand natürlich dem fachlichen Austausch zwischen uns nichts im Wege. Die beiden anderen Damen (denke, so in meinem Alter) waren ebenfalls als Backpacker unterwegs und freuten sich – so wie auch ich – über den regen Informationsaustausch. Ich konnte Tipps zu Unterkünften weitergeben und erzählte von meinen Touren. Sie luden mich ein, Sie doch mal in der Normandie zu besuchen. Das werde ich bestimmt – zusammen mit meiner Frau – machen. Danke für die Einladung!!

Nebenbei -- sind wir natürlich den gesamten Tag mit einem geräumigen Ausflugssegler gefahren, konnten mehrfach an tollen Stellen Schwimmen, erhielten ein schmackhaftes Essen und waren echt gut versorgt. Alles in allem hat der Ausflug sehr viel Spaß gemacht und bestimmt auch zur Völkerverständigung beigetragen.

Die Vier müssen morgen früh weiter - ich wünsche Ihnen auf ihrem Weg viel Spaß und viele positive Erlebnisse! Ich werde noch einen Tag bleiben, um mir Fethiye anzusehen.

 

 

Mittwoch, 17.07.2013 (In Fethiye – 0 km)


Ist heute der letzte Ruhetag für mich und ich gehe nach dem Frühstück in die Stadt, um mir die lykischen Felsengräber, das Wahrzeichen der Stadt Fethiye anzusehen. Nachdem ich den Anstieg bis oberhalb der Stadt geschafft habe, kann ich sagen, dass man sich die Besichtigung echt sparen kann. Der Eintritt mit 5 TL ist zwar nicht überteuert, doch ist hier recht wenig zu sehen.
Die Innenräume der Gräber sind mit allerlei Schmierereien (Graffitis) versehen und man fragt sich, was letztlich mit den eingenommenen Geldern gemacht wird – hier vor Ort jedenfalls nicht!

Die Burg über der Altstadt erlebte ihren letzten Ausbau im 15. Jh. unter den Rittern des Johanniterordens von Rhodos und liegt seit dem letzten Erdbeben in der Neuzeit ebenfalls in Trümmern, wie auch das Amphitheater (Telmessostheater), das im Bereich des Hafens vorzufinden ist. Hier sind seit 2012 Restaurationsarbeit im Gange – ein Fortschritt ist nicht unbedingt festzustellen!

Im Ort selbst setzt man voll auf Tourismus – überall Verkaufslädchen mit allerlei Trödel, Klamotten, Leder, Schmuck und sonstigen Schnickschnack. Viele Verkäufer sagten mir, dass die Touristen hier tagsüber ausbleiben und sich fast nur noch im Allinclusive Bereich ihrer Hotels aufhalten, dann höchsten auch nur eine von dort organisierte Tour mitmachen. Spät abends bummeln dann doch einige wenige Individualreisende durch die –Straßen, um dann zu ihren „Fresslokalen“ zu gelangen – so Mehmet, den ich in einem Ledergeschäft kennenlernte und der im Hauptberuf Lehrer – auch für Deutsch - an der hiesigen Schule ist.

Nachdem ich einige obligatorische Tee getrunken und zu Unterhaltungen in und an den Läden eingeladen wurde, trottete ich wieder zur Pension, um hier die Zeit in der Mittagshitze am Pool zu verbringen.

 

 

Donnerstag, 18.07.2013 (Von Fethiye bis Selcuk (Ephesus) – 302 km)


Wenig spektakulär verläuft die heutige Fahrt Richtung Selcuk. Die Straße ist sehr gut ausgebaut und erinnert mich fast an eine Autobahn. Die Landschaft ist weiterhin wunderschön anzusehen und wechselt zwischen Küste und bergigem Innenland.

Entlang der Straße wird viel Obst –zumeist Orangen und Melonen - und Honig verkauft. Alle Stände haben eine türkische Fahne aufgezogen (manchmal riesengroß!!!)– erinnert mich an Marokko - es war dort auch so! Ich kaufe mir ein großes Glas Organgensaft für umgerechnet 12 Cent und eine kleine Honigmelone, die ich jedoch wieder zur Hälfte an Kinder weiter verschenke, weil sie mir echt zu groß ist. Schmeckt aber toll!!!!

In Selcuk, in der Villa DREAMS angekommen, wird geduscht und in leichten Klamotten geht es mit dem Motorrad zur Besichtigung von Ephesus. Hier hat sich viel zum Positiven verändert – in den letzten Jahren wurde weiter ausgegraben (zumeist federführend von deutschen Teams!) und viel mehr freigelegt. Wo man früher nur einen Straßenzug sah, kann man sich heute schon ein kleines Stadtviertel vorstellen.

Die wenigen Touristengruppen, denen ich begegne, kommen erkennbar aus Südostasien, ich sehe so gut wie keine Deutschen oder andere Europäer. So tritt man sich nicht auf die Füße. Es sind hier echt wenige!!

Nach der Besichtigung geht es wieder zur Villa am Berg mit dem tollen Blick über Selcuk. Das Foto dazu werde ich bestimmt morgen einstellen – bin heute am schönen Pool viel zu faul!!!

 

 

Freitag, 19.07.2013 (Von Selcuk bis Balikesir/Edremit– 302 km)


Nachdem ich gestern Abend doch recht lange zusammen mit dem englischen Pärchen aus dem Nachbarzimmer auf dem Balkon (reihen sich offen nebeneinander) gesessen und mich unterhalten hatte, wurde es heute früh etwas später mit dem Aufstehen. Die Welt ist klein und so stellten Er und ich fest, dass wir den gleichen Beruf hatten und es kam automatisch zur Fachsimpelei.

Das Frühstück nahm ich auf der Terrasse über der Stadt ein, wo ein toller Blick über Selcuk gegeben ist. Ich wäre am liebsten noch geblieben, aber jetzt mal los!!

Bis kurz vor Izmir windet sich die Straße durch eine herrliche Landschaft und so beginne ich auch zu trödeln – schneller als 70 – 80 km/h soll man mit dem Motorrad ja eh nicht fahren! Ja, dann wurde ich wieder wach und musste rund um Izmir (ebenfalls eine riesige Millionenstadt) fahren, um weiter an der Küste entlang zu können. Die Strecke hätte ich mir echt sparen können – eine Industrie- und Stadt- oder Straßendorflandschaft, die wirklich nicht sonderlich schön anzusehen ist. Trotz allem – die Straße ist gut und ich komme auch schnell voran.

Weit hinter Izmir wird die Aussicht wieder angenehmer: es reihen sich viele Felder aneinander, auf denen gerade geerntet wird. Tomaten, Gurken, Kartoffeln werden auch gleich neben der Straße zum Kauf angeboten. Kilometer später fahre ich durch ein Gebiet mit unzähligen Olivenbäumen und es wird auch Olivenöl an der Straßenständen angeboten.

Diesmal fahre ich an „alten Gemäuern“ wie Pergamon und ..und ..und .. vorbei, da ich keine Lust habe, mit meiner dicken Motorradbekleidung eine Besichtigung durchzuführen(aber, die kenne ich ja zumeist noch!!). In Edremit führt mich das blöde Navigationsgerät komplett durch die Innenstadt mit Stopp and GO! Warum, finde ich nicht heraus. Ich hätte auch einfach eine neue Umgehungsstraße (ist auch im Navi so vorhanden!) geleitet werden können. So habe ich den Badeort Edremit auch mal kennengelernt.

Im Hotel angekommen, findet ein nicht sonderlich freundlicher Empfang statt– es ist ja erst 14 Uhr und das Zimmer ist noch nicht gereinigt. Dann aber mal schnell!! So kann ich mich erst mal an den Pool legen.

 

 

Samstag, 20.07.2013 (Von Edremit– bis Kavala/Griechenland - 439 km)


Gut geschlafen und gefrühstückt ging es Richtung Griechenland los. Doch zuvor waren noch einige Kilometer in der Türkei zu absolvieren. Zunächst ging es wie in einer Berg- und Talbahn Richtung Canakkale, um von dort per Fähre wieder nach Europa zu gelangen.

Kurz vor Canakkale, in der schönsten Kurvenrunde, merkte ich wie etwas in den rechten offenen Ärmel meiner Motorradjacke flog – schon hatte ich den Stich weg. Ich weiß nicht, ob es eine Wespe oder etwas anderes war – sofort schwoll mein Arm in einer Affengeschwindigkeit an, ich musste anhalten und nachschauen.

Das war wohl mein Abschiedsgeschenk von der Türkei!!?? In der europäischen Hälfte waren es noch so knapp 70 Kilometer, bis ich vor der Grenze zu Griechenland stand. Hier belauern sich die beiden NATO-Partner in einer Offenheit, die geradezu verblüffend ist. Wäre fast so, als wenn Frankreich die Maginot-Linie und Deutschland den Westwall wieder herstellen und besetzen würden. Unvorstellbar und absolut bescheuert!!!!

Die türkischen Grenzkontrollen gestalteten sich einfach und wurden schnell erledigt. Das Motorrad wurde wieder ausgeführt (per Stempel im Pass) und ich durfte über den Fluss (viele Soldaten!!) gen Griechenland fahren. Zurück in der EU – ja noch nicht. Zunächst durfte ich in einer Fahrzeugschlange ungefähr so 40 Minuten warten: es wurde mehr als zögerlich abgefertigt. Als ich dran kann, konnte ich sehen warum – ein einziger Grenzpolizist „bediente“ hier die Abfertigung aller Lkw und auch Pkw!!! Eine Vielzahl anderer Uniformierter saß einfach hinten in der Kontrollstube und unterhielt sich. Außen wurde erst gar nicht nachgeschaut, ob nicht doch eine zweite oder dritte Person im Fahrzeug sitzt

so habe ich mir die tollen Kontrollen an der Außengrenze gemäß des „Schengen-Vertrages“ nicht in den schlimmsten Träumen vorgestellt!!

Vertreter unfähiger staatlicher Gewalt „EU-hinzugekaufter Staaten“ kontrollieren „unsere“ Grenze - für Deutschland!!!!
Mein Gott – Soooo NICHT!!!! NEIN Danke!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Es darf nicht wahr sein, wie hier “gearbeitet“ (soll man es so nennen???) wird. Wir sind so bescheuert und bezahlen diesen maroden Haufen auch noch aus der EU-Kasse.

Irgendwann war ich durch, der Zoll hatte sich komplett (über 10 Personen) zu einer Palaverrunde an nette Tische gesetzt und winkte Lkw wie andere Fahrzeuge einfach ohne jeglche Kontrolle durch.

Dann ging es auf die Neue – von EU-Geldern gebaute – A2 bzw E 90. Toll zu fahren!

Zirka 100 Kilometer vor Kavalla denke ich, ich sehe nicht richtig, die Pflanzen am Seitenstreifen und auch am Mittelstreifen versuchen sich wieder zu vereinigen – eine Straßenwartung oder Pflege wurde wohl nicht von EU-Geldern veranschlagt und so wird sie in Griechenland einfach mal nicht durchgeführt. Viele große Büsche und sonstige Gewächse haben sich schon in den Teer gefressen. Dann kommt die Krönung, mitten auf der Strecke – ohne Vorankündigung!!!! Und auch ohne Ausweichmöglichkeit – kommt eine Mautstelle – die 1,70€ für das Motorrad habe ich bezahlt, wundere mich nur, wie man für eine EU-Autobahn – wurde nicht privat gebaut!! – eine Mautgebühr verlangen kann. Raubritter gibt es auch hier, denn die meisten Griechen kennen die Mautstelle und umfahren diese – wunderte mich, warum so viele eine Anschlussstelle zuvor abbogen und danach die Anschlussstelle wieder auffuhren. Ist wohl mal wieder nur für die blöden Ausländer, die Griechenland ja so wieso finanzieren müssen, dann halt auch auf diesem Wege.

Was würden die eigentlich ohne die EU machen?????- NICHTS und Pleite gehen!!!!!

 

Jetzt habe ich mich genug ausgelassen. Bin gut im Hotel angekommen und relaxe.

Morgen geht es ab ins Kloster!

 

 

Sonntag, 21.07.2013 (Von Kavala bis Kastraki (Meteora Kloster) - 412 km)


Draußen ist es früh am Morgen und noch nicht so heiß. So starte ich um 08.00 Uhr aus Kavala. Die Nacht war recht laut, da ich den gesamten Autobahnlärm mitbekam – das Hotel liegt oberhalb davon an einem Berg.

Zunächst mal tanken, aber erst wird der Reservekanister in den Tank gekippt – auf der Fähre sollte dieser ja leer sein!! Aber dazu kommen wir nachher noch einmal. Nachdem der Tank in Kavala nach einigem Suchen gefüllt ist, geht es auf der E 90 recht gut und schnell Richtung Westen voran. Ab und an muss ich eine Mini-Mautgebühr von 0,80 oder 1,70 € entrichten – verstehe, wer will!!

Nachdem ich schon einige Zeit um Thessaloniki herum bin, führt mich mein Navigationsgerät bei Veroia von der Autobahn ab und auf eine kleine Gebirgslandstraße. Die Strecke ist landschaftlich wei auch fahrerisch toll – es geht in kleinsten Kurven bis auf 1300 Meter hoch und danach auch genau so wieder runter - erneut auf die E 90. Leider ist es zu dunstig, dass sich ein Foto nicht lohnt. Unter dem (Im) Berg, so stelle ich fest, ist ein Tunnel, der doch einiges an Maut kostet (hatte im Navigationsgerät „Maut“ ausgeschlossen!).

Mein Kilometerzähler zeigt irgendwann 350 km und ich müsste langsam mal tanken (20 Liter-Tank). Entlang der E 90 gibt es absolut keine Tankstellen und die bisher ausgeschilderten und von mir angefahrenen Tankstellen neben der Strecke haben alle geschlossen – ist ja auch Sonntag und wer kommt da auf die Idee, tanken zu wollen???!!!
Ich fahre und fahre und „so langsam wird mir mein Hemd eng“! Endlich, die nächste Tankstelle – aber die ist auch wieder geschlossen!! Ich bleibe stehen, um mich neu zu orientieren. Ein Schäferhund trottet zu mir und wird von einer Frau zurückgerufen. Er reagiert nicht, möchte lieber bei mir bleiben! Die Frau kommt zu mir und erklärt mir in Deutsch (nach einem Blick aufs Kennzeichen), dass sie geschlossen hätten, weil es halt Sonntag sei. Sie hätten mal in Ludwigshafen gewohnt, es wäre dort schön gewesen!! Ob ich denn wirklich dringend Benzin brauche– klar doch!! Sie schließt die Tankstelle auf und tankt, was das Zeug herhält – sage und schreibe 19,6 Liter – bei meinem 20-Litertank!

Ich zahle, bedanke mich noch einmal und verlasse Hund und Frau glücklich Richtung Meteora-Kloster, wo ich dann auch nach einer tollen Kurvenstrecke gut ankomme.

Einchecken, zu einem Kloster hoch klettern, besichtigen und anschließend im Hotel relaxen.

 

 

Montag, 22.07.2013 (Von Kastraki bis Igoumentisa/Fähre) - 231 km)


Gestern Nachmittag kam ich sehr früh im Hotel an, konnte mich gleich duschen und umziehen. Nach einer kurzen Wegbeschreibung durch den Hotelier fand ich den Weg zu einem der Meteroa- Klöster. Sofort nach dem Ort musste ich die Teerstraße verlassen und es ging sehr steil, um einen starken Felsen herum, aufwärts. Zum Schluss musste ich mich an einem Tau nach Oben hangeln – nach Aussagen meines Wirtes, ein Kloster, zudem nicht unbedingt die Bustouristen ziehen. Die Anstrengung hatte sich echt gelohnt – eine tolle Aussicht und eine schöne Klosteranlage. NUR, fotografieren war komplett untersagt, um die Mönche nicht zu stören! Schade.

Nachdem ich wieder unter den Normalsterblichen im Ort angekommen war, gab es einen sehr schmackhaften griechischen Salat mit Fleischspieß und anschließend ein nochmaliges Duschen im Hotel. Von meinem Balkon aus hatte ich einen wunderschönen Blick Richtung Meteora.

Die Nacht hat es stark gewittert und auch viel geregnet – bestimmt für diesen trockenen Landstrich ein Segen. Ich konnte zeitig und gut frühstücken, startete bereits gegen 08.30 Uhr, um nochmals die stark verschlungene Straße an den Klöstern vorbei, Richtung Kalampaka fahren. Durch den gestrigen Regen war sie Luft stark gereinigt worden und hatte ich einen ungetrübten Blick über die Klöster ins Tal. Doch jetzt mal weiter, ich hatte mir für den letzten Tag in Griechenland eine Spitzenstrecke für das Motorrad Richtung Küste ausgesucht. Die Straße schlängelte sich in engen Kurven von einem Gebirgszug zum nächsten. Nach einer knappen Stunde sah ich das Elend vor mir: eine dicke Wolkenwand zog auf mich zu und ich hatte noch nicht einmal die Möglichkeit anzuhalten, als das Unwetter schon losbrach: es hagelte und der Regen wurde nicht aus Kübeln, sondern aus Wannen auf mich gegossen.

Vor mir fuhr bereits einige Zeit ein VW-Golf, als dieser plötzlich in einer Kurve nach rechts ausbrach und in den tiefen Graben knallte. Der kommt da nur mit dem Kranwagen wieder raus, dachte ich mir und versuchte anzuhalten. Ich rutschte mit dem Motorrad – trotz nur leichter Bremsung - ebenfalls auf der Hagelschicht weg und wäre beinahe bei ihm im Heck gelandet, kam aber noch gut zum Stehen. Dem Fahrer war nichts geschehen und er winkte mich gleich weiter, da wohl auch schon ein Bekannter ebenfalls anhielt. Das soll mir eine Lehre sein! Die Straße war wie Schmierseife und ich fuhr fast in Schritttempo durch die engen Kurven. Auf dem Kamm ging es dann auf meiner ausgesuchten Straße nicht mehr weiter. Die einzige Möglichkeit war, auf die A 2 aufzufahren. Meine Straße war wohl schon einige Zeit gesperrt. Die Sperrbake war bereits leicht bewachsen. Die Autobahn kam mir jetzt aber auch gerade recht. Die Strecke führte durch viele und auch sehr lange Tunnel und so machte mir der Regen mittlerweile nicht mehr viel aus. Nach etlichen Kilometern war ich durch das Unwetter und die Sonne schien wieder, als sei nichts geschehen. Meine nasse Kleidung trocknete sehr schnell währen der restlichen Fahrt.

Im Hafenbüro von Igoumentisa holte ich meine hier hinterlegten Tickets ab und hatte nun bis 18 Uhr alle Zeit der Welt. So fuhr ich an den Stand und „warf“ mich noch einmal ins Meer. Um 18 Uhr wurde der Hafen geöffnet und ich checkte ein, die Fähre kam dann so gegen 22.30 Uhr.

 

 

Dienstag, 23.07.2013 (auf der Fähre)


Ausruhen, lang schlafen und gammeln ist die Aufgabe des Tages.

  

 

Mittwoch, 24.07.2013 (Fähre/Triest bis Sankt Michael im Lungau - 343 km)

Die Fähre lief zunächst Ancona an und gegen 02.00 Uhr Ortszeit waren wir dann in Triest.

Nach dem Beladen des Motorrades ging es dann durch die total verwaiste Innenstadt Richtung slowenischer Grenze, wo ich mich bis zum Morgengrauen auf dem alten Grenzkontrollpunkt nochmals seitlich der Maschine für einige Stunden Schlaf hinlegte. Mehr oder weniger gut ausgeruht startete ich in den Tag, vermisste „meinen“ Morgenkaffee oder Tee!!

Über sehr kleine, enge Sträßchen ging es die 204 – immer der uralten österreichischen Bahnstrecke entlang – Richtung Stanjel. Von dort weiter über Ajdovscina weiter nach Godovic, ins Idrijka-Tal nach Idrija, entlang des Flusses über die 102. Ein echtes Erlebnis der besonderen Art – die Landschaft ist so wunderschön und abwechslungsreich, mit schön verzierten und gepflegten Häusern, dass es Spaß macht, dort entlang zu fahren. Das ging so bis Most na Soci, wo es ein Stück auf die Strecke der Hinfahrt, entlang der Soca ging. In Zaga bog ich nach rechts ab, um weiter dem Fluss  Soca zu folgen. Die Landschaft wie ein Bilderbuch!!

Ja, und dann ging es erst richtig los: bei Bovec begann ein Feuerwerk von Kurven und Serpentinen über den Vršič-Pass. Über die kleine und schmale 206 fand eine der extremsten Kurvenfahrten statt, die ich auf dieser Tour hinter mich gebracht hatte. Der Vršič-Pass (italienisch: Passo della Moistrocca, deutsch: Werschitz- oder Werschetzpass) (1611 m) ist der höchste Gebirgspass Sloweniens und stellt die Verbindung zwischen Kranjska Gora und dem Dorf Trenta im Soča-Tal her.

Die 50 Haarnadelkurven bestehen im nördlichen Teil der Passstraße teilweise nur noch aus beschädigtem Kopfsteinpflaster. (Anmerkung: natürlich habe ich diese Fahrt auch mit der GoPro gefilmt!!)

In Kranjska Gora ging es dann nach links über Podgoren und den Wurzenpass nach Österreich.

In diesem Bereich gibt es aus dem 1. Weltkrieg zwischen Österreich und den Italienern immer noch viele Kriegshinterlassenschaften. Über Villach, an den Nockbergen vorbei, weiter nach Sankt Michael im Lungau, wo ich heute übernachte.

Zwischendurch wurde ich mal wieder pudelnass, weil sich hier unbedingt noch einige Gewitter austoben mussten und Wasserkübel über mir ausleerten.

 

 

Donnerstag, 25.07.2013 (Von St. Michael bis Obing/Chiemsee – 241 km)


Nach einem sehr langen und reichhaltigen Frühstück startete ich so gegen 09.30 Uhr Richtung Tauern und fuhr durch das Pongau. In Bischofshofen bog ich dann links ab, um über St. Johann die stark befahrene B311 zu nutzen. Hier machte sich die immer noch gesperrte Felbertauernstraße bemerkbar.

Kurz nach der Tunnelausfahrt hinter St. Veit rechts ins enge und wunderschöne Schattbergtal (L 216) nach Dienten eingebogen, um damit den Hochkaiser zu umfahren. Die B 164 führte mich über Saalfelden bis St. Johann. Die Strecke war landschaftlich wunderschön und gerade für Motorräder gut zu befahren – entsprechend viele Biker waren hier auf der Strecke auch unterwegs.

Ab St. Johann nutzte ich die B 176 bis Kössen und war somit unmittelbar vor dem Grenzübergang zu Deutschland. Zum Abschied bekam ich noch einige wenige Tropfen Gewitterregen auf der österreichischen Seite von oben. Die B 307 schloss auf deutscher Seite unmittelbar an und war ebenfalls ein Fahrgenuss. Einmal um den stark frequentierten Chiemsee herum, bis Obing.

Hier gab es dann beim Eintreffen das erste Weizenbier seit meiner Abfahrt und abends ein sehr reichliches Abendessen. So kann ich natürlich nicht mein Gewicht halten!!?? ABER, geschmeckt hat es !!!!!

 

 

Freitag, 26.07.2013 (Von Obing nach Hause– 458 km)


Der Weg nach Hause sollte mich über die Romantische Straße führen. So mied ich die Autobahn oder Schnellstraße, so gut wie es ging und fuhr östlich an München vorbei, Richtung Ingolstadt.

Über Weissenburg und Gunzenhausen fand ich den Weg ins Altmühltal, folgte diesem ein Stück und bog dann schließlich ins Taubertal ein, um über Rothenburg, Bad Mergentheim und Tauberbischofsheim den Odenwald wieder zu sehen.

Von hier ist es nur noch eine kurze Strecke und ich war - über altbekannte Kurven – wieder zu Hause.

 

 Insgesamt habe ich bei dieser Tour 8198 Kilometer zurückgelegt.

  • Schäden oder Probleme am Motorrad hatte ich keine - auch dank der sehr guten Arbeit meiner DUCATI-Werkstatt 2Rad-Tech in Großostheim!!

Mein linkes Bein bereitet mir zwar immer noch Probleme, aber mit einigen Wochen Ruhe wird der Bänderanriss auch wieder verheilen.

 


Bedanken möchte ich mich bei meinem türkischen Freund METIN für seine Gastfreundschaft und fürsorgliche Begleitung über Internet und Skype während der Tour in der Türkei.

 

 

Ein Dankeschön an Alle fürs Mitverfolgen meiner Tour und für die Kommentare von Euch!

 


Kommentare

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  • Schwöbel Jochen (Sonntag, 28. Juli 2013 09:50)

    Hallo Hartmut!
    Toller bericht.Freut mich dass du ohne probleme wieder zu hause bist.Alles gute und bis denn...
    Grusß aus der pfalz.

  • Dieter (Samstag, 27. Juli 2013 15:23)

    Welcome home
    Danke für das interessante Tagebuch. War ein bischen, als wäre man dabei gewesen.
    Bis zum nächsten Mal ....

  • evi (Donnerstag, 25. Juli 2013 09:45)

    Lieber Hartmut - so toll zu lesen - Dein Tagebuch - wirklich, solltest du professionell machen. Du schreibst informativ, gut, fließend, hurmorvoll, es liest sich interessant wie ein Roman.
    Komm gut nach Hause - eine gute Fahrt noch! Super dass alles - auch nachdem Du dann alleine warst - so gut - oder besser noch geklappt. Das nächste Mal hörst du auf dein Bauchgefühl - was schon hier
    richtig war. - Bis bald - liebe Grüße Evi

  • Piere Manot (Donnerstag, 25. Juli 2013 04:53)

    Hi Hardy,
    we have continued to read the diary yesterday evening. Julie and I are now in Kurdistan and want to go tomorrow over the border into Iran.
    Julie has sprained her ankle and some problems with the running - to hitchhike so we will try in the next few days.
    We're fine. When we get back, we will contact you! Stay healthy!
    My English is now hopefully a little better?

    Greetings
    Julie and Piere

  • Giggy und Fee (Montag, 22. Juli 2013 22:35)

    Hi Schachti,

    wünschen dir weiterhin gute Fahrt :-) Wann bist du in Kroatien? Bin von 3.-10.8. in Trogir..

    Bussi Giggy und Fee

  • Peter (Montag, 22. Juli 2013 05:55)

    Hallo,
    die Touren, die Du mit der Multi machst sind schon recht beeindruckend. Du nimmst die Diva ganz schön ran!
    Die Reisebeschreibung regt an, es Dir nachzumachen. Werde nächsten Monat Richtung Rumänien aufbrechen und dort das Land mal 3 Wochen bereisen.

    Beste Grüße
    von einem, der eine rote Multi fährt
    Peter

  • Dan Grounds (Sonntag, 21. Juli 2013 16:13)

    Hi Hardy,
    it's fun to read your diary.
    Come home safely. I will write you an email early August.
    Dan

  • Gerd (Samstag, 20. Juli 2013 04:58)

    Hallo alter Tauchfreund. Habe Dein Tagebuch fast jeden Tag verfolgen können. Die Fahrt ist zwar nicht so aufregend wie die Sibirientour, finde es aber gut, dass Du sie auch dokumentierst.
    Bisher hatte ich Spaß beim Lesen. Bleib dabei!!
    Wie sieht es mit dem Tauchen aus - ein Besuch auf Bali wäre schön!??

    Dein Buddy Gerd aus Sukawati/Bali

  • Horst Neubert (Freitag, 19. Juli 2013 05:56)

    Schön, dass es Dir unterwegs gut geht. Die Tageseinträge sind lesenswert. Wünsche Dir noch viel Spaß auf dem Rest Deiner Tour. Hoffe nicht, dass die Griechen streiken, wenn Du auf die Fähre
    willst.

    Gruß
    Horst

  • Gerhard (Donnerstag, 18. Juli 2013 17:19)

    Es freut mich ehrlich, dass es dir gut geht, und du die Tour genießen kannst. Ich bin in Kroatien und lasse mich verwöhnen. Schade, dass es mit uns beiden nicht geklappt hat, aber so ist es nun mal.
    Wir sind zu verschieden und haben andere Vorstellungen. Weiterhin viel Glück, eine gute Reise und eine unfallfreie Heimkehr.
    Wenn du willst, nimm Kontakt zu mir auf.
    Gerhard

  • Pit (Donnerstag, 18. Juli 2013 15:51)

    Hey Kerl,
    klasse, wo Du so rumfährst. Ich wage mich nicht über unsere Staatsgrenze hinaus - Klasse!
    Bleib weiter gesund un komm ohne Unfall nach Hause. Sehen uns dann - wie vereinbart - zum Handkäsessen. Wollte Dir aber nicht den Mund wässrig machen. Wirst es bis dahin noch aushalten.
    Pit

  • Piere Manot (Mittwoch, 17. Juli 2013 16:23)

    Hi Hardy,
    I try to write in English:
    thank you for your description to the hotel in Konya. We got a good room rate and are now already two days in Konya. There is still time to see anything.
    Tomorrow we will hitchhike towards Cappadocia. Perhaps the Promised from you hotel in Urgup yes there is also still available.
    Greetings - by Julie
    Piere

  • evi (Mittwoch, 17. Juli 2013 15:35)

    Hartmut, ist total spannend! Du schreibst super, solltest du professsionell machen. Eine gute und gesunde Zeit noch.
    liebe Grüße von Evi

  • Rolf Böttcher (Mittwoch, 17. Juli 2013 15:34)

    Hallo Hartmut

    Deine Reiseberichte wecken immer wieder die Lust, es dir gleich zu tun. Die eingestellten Bilder sprechen auch dafür! Schade um die Differenzen mit deinem Mitfahrer, aber du hast dich ja gut
    arrangiert.
    Du bist gerade in Fethiye: da triffst du ja bestimmt so manchen Ober-Ramstädter ...

    Gruß

    Rolf

  • Josef (Mittwoch, 17. Juli 2013 13:01)

    Bin zufällig auf Deine Site gestoßen. Macht Spaß zu lesen – fahre auch eine Multi. Hut ab vor Deinen Touren!!!
    Interessant ist die Sache mit den roten Ampeln in der Türkei. Was soll man da machen, einfach weiterfahren, um nicht umgefahren zu werden oder Stehen bleiben und "ausgehupt" zu werden?
    Ist halt anders als bei uns in Österreich – in Deutschland wohl auch!!
    Kommst Du in Bereich Spittal vorbei – dann bist Du eingeladen, mal auf einen kühlen Drink anzuhalten: Anschrift kommt über PM
    Allzeit gute Fahrt
    Josef

  • Bert (Mittwoch, 17. Juli 2013 11:48)

    Hallo Alter,
    seh zu, dass Du wieder gesund nach Hause kommst und denk an meine Geburtstagsfeier im August!!!!
    Solltest da erscheinen - schreibe Dir aber noch mal ne Mail
    Bert

  • Jerry G. (Mittwoch, 17. Juli 2013 11:44)

    Hi Hardy,
    Unfortunately, I've read that you have separated yourself from your colleagues. This is often useful if you are not in the jungle! If you only have problems and discussions with each other, it makes
    no fun.
    I felt the same in Panama.
    I hear it makes you so much more fun! I wish you the fun too! Yes know you well enough!
    Stay always up on the bike

  • Hans-Peter Meisinger (Samstag, 13. Juli 2013 11:58)

    Hey Hartmut, dass die DUC das alles so mitmacht?
    Ist sie jetzt hitzefest?

    Ich war mit Anita letzte Woche in der Fränkischen Schweiz und im Fichtelgebirge, da gab es nur angenehme Temperaturen mit max. 25°

    Ich wünsche Dir weiter alles gute und komm gesund wieder heim...

    Gruß Hans-Peter

  • Manfred (Donnerstag, 11. Juli 2013 21:29)

    Hallo Hartmut
    also was Hunde und deren überleben angeht - ich kenne Wölfe die werden über 50 Jahre alt!
    Weiterhin viel Spaß und ich frei mich auf deine Bilder

  • Metin (Donnerstag, 11. Juli 2013 07:47)

    Hello and good morning Hartmut!So you look good.You drived a long kmters from Polatlı to Kapadokya.Congratulations.. The accident was happen not good.You are the experience driver.Fotosmare good and
    nice too.Thanks for this.I hope to pass good your holiday.

  • Rome (Mittwoch, 10. Juli 2013 10:20)

    Hallo Hartmut,
    hallo Gerhard,
    für den Betrachter aus der Ferne ist es so, dass man sich bei Euch Beiden gerne einklinken und sofort mitfahren würde. Es sind tolle Erfahrungen, die Ihr gerade auf Eurem Trip machen dürft...
    Alles Gute für Hartmuts lädierten Knöchel.
    Bleibt gesund und haltet Euch aufrecht!

    Herzliche Grüße
    Rome

    P.S.
    Wie Du (Hardy) anhand unserer SMS erfahren hast, waren wir gestern in Schannenbach. War eine schöne Tour. Macht aber noch mehr Spaß, wenn Du wieder dabei bist!
    Unser "Perspektivwanderer" hatte leider wieder keine Zeit. Ja, der liebe Dienst hat ihn halt noch schwer im Griff...
    Aber das löst sich spätestens im Dez. 2013...

  • Manfred (Dienstag, 09. Juli 2013 16:12)

    Hallo Hartmut
    nun bist Du ein einsamer Wolf der durch die Prärie streift. Schade aber ich denke auch neue Erfahrungen. Ich wünsch dir weiterhin viel Spaß tolle Erlebnisse und allzeit gute und unfallfreie
    Fahrt.
    Gruß Manfred

  • Rolf und Uschi (Montag, 08. Juli 2013 21:46)

    Hallo Hartmut,
    wir lesen Deine Berichte täglich und nehmen Anteil an Deinen Erlebnissen. Hoffentlich geht es Deinem Knöchel wenigstens besser. Schade, daß es mit der Gemeinsamkeit nicht so geklappt hat und Du nun
    allein unterwegs bist. Paß gut auf Dich auf und weiterhin gute Fahrt wünschen Dir Uschi und Rolf

  • VanessaRosemarieUndCo (Montag, 08. Juli 2013 10:45)

    Hallo ihr zwei :-)

    Da bekommt man wirklich Appetit beim Lesen! Danke für die schönen Berichte und die tollen Fotos (nicht nur von der Landschaft!). Freuen uns auf persönliche Berichte wenn ihr wieder zurück seid!

    Ganz liebe Grüße

  • metin aytürk (Montag, 08. Juli 2013 09:21)

    Hardy and Gary,Wellcome to our country and at home.We were happy to see you here,after a long time.So, Gary and Hardy don't forget that,(ramadan will to begin tomorrow!)So good trip to you and we
    wait you here,when you want.

  • Giggy und Fee (Sonntag, 07. Juli 2013 18:17)

    Hi Schachti,

    ihr seid ja schon ganz schön weit gekommen... Macht Spaß, mitzulesen! Viel Spaß noch und fahrt vorsichtig ;-)

  • Manfred (Freitag, 05. Juli 2013 13:29)

    Hallo Hartmut
    Macht wieder Spaß lesend dabeizustehen
    Weiterhin viel Spaß allzeit gutes Wetter und bleibt gesund

  • Manfred (Freitag, 05. Juli 2013 13:15)

    Hallo Hartmut,
    Echt cool deine Berichte. Ich suche die Etappenziele in googlemaps finde diese manchmal aber sehr oft scheint es dort gar keine Strassen zu geben. Zumindest behauptet das goggl. Viel Spaß noch und
    bleibt gesund.

  • Rome (Freitag, 05. Juli 2013 11:56)

    Hallo Hartmut, hallo Gerhard,
    lese jeden Tag von Euren interessanten Toureindrücken und -erlebnissen.
    Vobi und ich wiederholen kommenden Dienstag unsere "Kultur"-Tour (über die Juhöhe nach Kreiswald), damit wir keine (neue) Tour gehen, auf der Du nicht dabei bist. Werden in Kreiswald einen Schluck
    auf Euer Wohl trinken.
    Bleibt gesund!
    Bis bald in der Heimat.
    Rome

  • Metin (Donnerstag, 04. Juli 2013 21:26)

    You drive good.Super Hary and Gary..Be careaful that it is raiy 1-2 days in Trakya (after Greece).Good trip..Ssalute..

  • evi (Mittwoch, 03. Juli 2013 16:47)

    hallo Hartmut,
    ich folge Dir im Tagebuch, gott was verlassene Nester und nicht so dolle Straßen. Hoffe, dass Ihr alles gut meistert und gesund die langen Tagestouren meistert.
    Du wirst ja wieder viele und tolle Bilder machen, die ich mir bestimmt anschauen darf. Alles Gute und komm gesund wieder. Liebe Grüße von Evi

  • BigT (Dienstag, 02. Juli 2013 13:39)

    Hallo Hartmut,gute Fahrt und viel spass auf der tour.Freue mich schon auf den nächsten Bericht.
    Gruss BigT

  • Roland METZ (Dienstag, 02. Juli 2013 11:55)

    Hallo Hartmut,
    sehr interessant, was Du da gerade erlebst.
    Komme gesund und reich mit positiven Eindrücken ausgestattet zurück nach Hause. Bis am 13. August zu unserer nächsten Wanderung.
    Herzliche Grüße
    RoMe

  • VanessaRosemarieUndCo (Sonntag, 30. Juni 2013 13:08)

    Hallo ihr zwei,
    wir hoffen dass ihr weiterhin eine gute Fahrt habt und auch in Slowenien und Kroatien gut voran kommt!
    Freuen uns schon auf die nächsten Tagebucheinträge.

    Liebe Grüße!!!

  • Metin Aytürk (Donnerstag, 27. Juni 2013 21:41)

    Hello to you Hartmut and your Frend..Good travel to you.We wait you with excitement in Mudanya...

  • Rainer Rathje (Donnerstag, 27. Juni 2013 12:42)

    Hallo Hartmut
    Nochmals viel Spass und "always keep the rubber side down". Linke Hand zum Gruss.
    Rainer und Gabi

  • Dieter Glöckner (Donnerstag, 27. Juni 2013 08:35)

    Freu mich schon auf den Türkei-Blog. Gute Fahrt und kommt gesund zurück

  • Jerry Goodbourgh (Mittwoch, 26. Juni 2013 23:23)

    Hi Hardy,
    away again?
    We wish you always a good surface under your wheels. In particular, on your way to Turkey!
    Good luck
    Jerry

  • Türkeifahrer (Mittwoch, 26. Juni 2013 12:33)

    Da bin ich mal gespannt, was die nächsten 5 Wochen so geschieht. Hoffentlich wenig Regen, keine allzu große Hitze, viel Spaß bei METIN, keine Probleme mit den "70km/h" und keine Probleme mit den
    Reifen.

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